
Bei der Glasbiegetechnik führt ein Biegeofen, der ungleichmäßig heizt oder sich bewegt, nicht nur zu Zeitverlusten. Er setzt dem Glas zudem thermischen Stress aus – was sich in einer höheren Anzahl an Ausschussteilen und Notarbeiten widerspiegelt. Jede Minute, in der die Temperatur unstabiler ist, kostet den gesamten Produktionsprozess Geld.
Wir haben den Heizer nach einem einfachen Prinzip konstruiert: Das thermische Feld muss von Schicht zu Schicht konstant bleiben.
Was wirklich wichtig ist: Wir verwenden Kurzwellen-Kohlenstoffstoff-Infrarotstrahler in modularen Paneelen. Sie reagieren schnell, und man kann die Heizkurve präzise einstellen, ohne auf Verzögerungen warten zu müssen. Die Strahler sind in 230/400 V-Ausführungen erhältlich; die Leistung wird so gewählt, dass die Energiedichte über die gesamte Glasfläche gleichmäßig bleibt.
Die Strahler befinden sich auf einem Rahmen mit geringer thermischer Masse sowie keramischen Isolatoren. Dadurch werden Konvektionsverluste reduziert und die Temperatur auf der heißen Oberfläche stabil gehalten. Dadurch entsteht eine schnelle Erwärmung, wiederholbare Temperaturen sowie eine lange Lebensdauer – Tausende von Stunden.
Warum das in der Praxis funktioniert: Beim Biegen muss die Temperatur bereits bei der ersten Bearbeitungsgang genau erreicht werden – sonst entstehen optische Verzerrungen und Probleme an den Kanten des Glases. Derselbe Heizer kann zur Vorheizung, zum Trocknen von Beschichtungen sowie zur Vorheizung vor dem Laminieren verwendet werden – indem einfach die Leistungs- und Steuerungseinstellungen geändert werden. Es ist daher nicht notwendig, die ganze Anlage neu zu konstruieren.
Es entstehen weniger Spannungsrisse, die Toleranzen bleiben besser eingehalten, und die Arbeitszeiten bleiben stabil, auch wenn zwischen den verschiedenen Schritten gewechselt wird. Der Energieverbrauch sinkt, da die Strahler die Wärme genau dort abgeben, wo sie benötigt wird – auf der Glasoberfläche, nicht an den Wänden des Ofens.
Praktische Details, für die Sie später dankbar sein werden: Die Installation ist einfach, doch die Justierung ist der schwierige Teil. Die Entfernung zwischen der heißen Oberfläche und den Strahlern sowie die Dichte der Strahler müssen an die Dicke des Glases sowie dessen Emissivität angepasst werden – sonst entstehen Hotspots und Unebenheiten.
Planen Sie eine Reserveleistung von 10 % für die Stromversorgung, damit die Steuerung auch bei hohen Belastungen funktioniert. Rechnen Sie außerdem mit einer Anlaufzeit nach dem Auskühlen. Halten Sie außerdem Ersatzstrahler bereit – selbst ein langlebiger Heizer verschleißt mit der Zeit, und die Betriebszeit hängt davon ab, wie schnell man Ersatzstrahler einsetzen kann.