
Warum wir die Heizgeräte für Badezimmer einem „Dampftest“ unterziehen
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind eine Qual für elektronische Geräte. Es herrscht dichter Dampf, es gibt ständige Wasserspritzer – und die Temperaturen schwanken stark, sodass der Raum innerhalb von fünf Minuten von eiskalt auf saunawarm wechseln kann.
Wenn ein Leuchtmittel nicht für diese Bedingungen konstruiert ist, versagen die Dichtungen und die Filamente brechen ab. So einfach ist das.
Der Kampf gegen Feuchtigkeit
Wasserdampf ist hinterhältig – er bleibt nicht einfach dort, wo er ist, sondern drängt weiter. In herkömmlichen Infrarotleuchtmitteln versucht der Dampf, durch die Dichtungen zu gelangen, um an den Wolframfilamenten oder den elektrischen Kontakten anzukommen. Sobald er dort ankommt, beginnt es zur Korrosion zu kommen.
Um das zu verhindern, verwenden wir sogenannte Feuchtigkeits- und Wärmetests. Im Grunde genommen sperren wir die Leuchtmittel in eine Kammer, die die Bedingungen eines jahrelangen Duschens nachahmt – doch dieser Prozess wird in wenigen Wochen abgeschlossen. Die Leuchtmittel werden immer wieder eingeschaltet und ausgeschaltet. Selbst der kleinste Fehler in den Dichtungen wird dabei entdeckt.
Sicherheit gewährleisten
Das Beängstigende ist: Wenn Feuchtigkeit in einen leitenden Stromkreis gelangt, entsteht ein Leckstrom. Wir schalten den Schalter nicht einfach nur ein, um zu prüfen, ob das Licht funktioniert. Stattdessen überwachen wir die Isolierwiderstände ständig. Sinkt dieser Wert, bedeutet das, dass die Wasserdichtigkeit versagt hat. Wir prüfen also nicht nur, ob das Licht funktioniert – sondern auch, ob das Produkt keine Sicherheitsgefahr darstellt, sobald das Badezimmer neblig wird.
Das Gleichgewicht finden
Es klingt einfach – man muss die Dichtungen nur fest verschließen, oder? Nicht ganz.
Wenn wir die Dichtungen zu fest machen, bleiben Gase im Inneren des Geräts stecken oder die Luft kann sich nicht mehr bewegen. Dadurch kann das Leuchtmittel nicht „atmen“ und die internen Teile überhitzen während längerer Duschen. Es handelt sich dabei um ein ständiges Hin und Her zwischen dem Verhindern des Eindringens von Wasser und dem Zulassen des Abflusses von Hitze.
Wir tun all das, weil „wasserdicht“ nur ein Wort auf der Verpackung ist. Doch ein Bestehen des Feuchtigkeits- und Wärmetests ist eine Garantie. Das bedeutet: Wenn Sie unter die heiße Dusche steigen, müssen Sie sich nur noch darüber Sorgen machen, ob das Wasser zu heiß ist.