
Die Wärme genau dorthin bringen, wo sie benötigt wird: Doppelröhren-Infrarotlampen
Die meisten herkömmlichen Infrarotlampen sind dafür konzipiert, eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu gewährleisten. Das ist für manche gut – doch wenn man mit Glas in der Forschung arbeitet, ist eine „gerade Linie“ in der Wärmeverteilung oft das Letzte, was man haben möchte.
Wenn man Phaseübergänge testet oder nach Schwachstellen in einer neuen Glasmischung sucht, braucht man einen Gradienten – also einen heißen Punkt hier, eine kühle Zone dort sowie eine sanfte Abfallkurve dazwischen. Deshalb bauen wir Doppelröhrenlampen. So können Sie selbst entscheiden, wie die Leistung über die Länge des Emitters verteilt wird.
Anpassung des Profils
Der Vorteil des Doppelröhrendesigns liegt darin, dass es doppelt so viel Strahlfläche in einem kleinen Raum bietet. Wir können die Wärmelast genau dort platzieren, wo sie benötigt wird – indem wir die Windungsart des Filaments sowie die Spannung in den verschiedenen Zonen anpassen. Wenn Sie also eine konzentrierte Wärmestrahlung in der Mitte benötigen, während die Wärme an den Rändern abnimmt, können wir einfach die passende Leistung für Sie festlegen.
Sie können außerdem die Spannung und Leistung wählen, die zu Ihrer Stromversorgung passen. Bei Abkühlungstests benötigen Sie vermutlich eine hohe Leistung, damit die Wärme schnell erreicht wird.
Hinweis: Wenn man extreme Leistungen in eine kurze Röhre bringt, entsteht viel Stress auf dem Quarz. Stellen Sie sicher, dass der Gehäuse genügend Luftzufuhr hat – sonst besteht die Gefahr, dass die Enden der Röhre zerstört werden.
Integration in Ihre Anlage
Wir verwenden hochreinen Quarz – er ermöglicht eine reibungslose Übertragung von Kurzwellen. Da es sich um Forschungszwecke handelt, bieten wir keine Standardgrößen an. Wir möchten nicht, dass Sie Ihren Wochenendausflug damit verbringen müssen, neue Halterungen zu bauen, nur damit die Lampe passt. Wir passen Länge und Anschlüsse an – egal ob Sie Standard-R7-Anschlüsse oder spezielle Anschlüsse verwenden – sodass die Lampe direkt in Ihren Controller eingesteckt werden kann und funktioniert.
Warum das im Labor wichtig ist
Bei der Entwicklung von Glas ist das größte Problem meist die Unvorhersehbarkeit. Wenn man die genaue Leistung pro Quadratzentimeter kontrollieren kann, simuliert man im Grunde einen riesigen Industrieofen auf dem Labortisch. Dadurch kann man die Variablen isolieren und den Daten wirklich vertrauen. Dadurch entfällt die Angst vor der Skalierung – man wechselt von einem 10 cm großen Probenstück zu einer vollständigen Produktionslinie, ohne zu wissen, wie sich das Material verhalten wird.